Gemeinde Davos



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Hier finden Sie einige Angaben zu Umwelt-Projekten die entweder in Bearbeitung sind oder vor kurzem abgeschlossen wurden.

Davos ist Energiestadt geworden
Seit dem Jahr 1992 ist die Gemeinde Davos Mitglied der Erfahrungsgruppe zum Projekt Energiestadt. Mit der Teilnahme hat sich Davos bereit erklärt, die Zielsetzungen von 'Energie Schweiz' anzuerkennen und auch umzusetzen. Mit der Einbindung in das Projekt konnte die Gemeinde in Bezug auf energiepolitische Fragestellungen von einer ganzen Anzahl von Dienstleistungen und Vollzugshilfen profitieren. In der Zwischenzeit ist die Bezeichnung Energiestadt ein Leistungsausweis für eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik geworden. Das geschützte Markenzeichen erhalten nur Gemeinden, die ausgesuchte energiepolitische Massnahmen realisieren bzw. realisiert haben und sich periodisch einer energiepolitischen Qualitätskontrolle unterziehen.

Angelehnt an Qualitätsmanagementsysteme aus der Wirtschaft ist das Label Energiestadt weder ein Programm noch ein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess, in dem Schritt für Schritt die Verwaltungsprozesse zur Planung und Umsetzung energiepolitischer Massnahmen verbessert werden. Der interne Nutzen für die Gemeinde zeichnet sich aus durch einen unabhängig geprüften Leistungsausweis, durch eine genaue Standortbestimmung, durch einen garantierten Qualitätsaspekt und durch eine laufende Erfolgskontrolle.

Am 1. November 2001 wurde Davos - als erste Bündner Gemeinde- vom Bundesamt für Energie und vom Trägerverein «Label Energiestadt» offiziell das Label «Energiestadt» verliehen. Von insgesamt 136 möglichen Punkten erreichte Davos solide 79. Gemäss Labelkommission schafft es Davos unter schwierigen Bedingungen - Infrastruktur für 30‘000 bei 13‘000 Einwohnern - im Energiebereich echte Akzente zu setzen. Noch mehr Informationen dazu erfahren Sie unter der Rubrik: News/Archiv.


Bilanzierung und Reduktion der CO2-Emissionen in der Landschaft Davos
Über 100'000 Tonnen klimaschädigendes CO2 wurden im Jahr 2005 durch die Landschaft Davos Gemeinde freigesetzt. Davos kann jedoch seine CO2-Emissionen um 15% reduzieren und damit das Ziel des Kyoto-Protokolls erreichen. Mit welchen Massnahmen dies gelingen kann, zeigt eine Studie des Eidg. Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF, der Eidg. Forschungsanstalt WSL und der Landschaft Davos Gemeinde.
In einer Wintersportdestination wie Davos, in der oft Temperaturen im Minusbereich vorherrschen, ist der Energiebedarf hoch, vor allem was das Heizen anbetrifft. Die Wärmerzeugung ist daher die grösste CO2 –Quelle in Davos (75% der Emissionen). Auch durch den Verkehr wird CO2 emittiert und zwar 19'000 Tonnen jährlich, was 17% vom Gesamtvolumen entspricht. Der jährliche pro Kopf Ausstoss an CO2–Emissionen liegt in Davos aufgrund des kühleren Klimas um mindestens 25% höher liegt als im Schweizerischen Mittelland (Davos: 7,5 Tonnen CO2, Schaffhausen: 4,6 Tonnen CO2, CH-Mittelwert: 6 Tonnen CO2 pro Person und Jahr). Die Studie hat auch gezeigt, dass Davos in erstaunlich hohem Masse von fossilen Brenn- und Treibstoffen (Erdöl, Diesel und Benzin, Gas) abhängig ist. 70% des gesamten Endenergieverbrauchs werden damit gedeckt.

Bislang werden erneuerbare Energieträger mit Ausnahme von Wasserkraft in Davos nur wenig genutzt. Holz, Erdwärme, Solarenergie und Biomasse entsprechen lediglich einem Anteil von 2,5% des gesamten Energieverbrauchs. Die Studie stellt erstmals den CO2- Emissionen auch die CO2-Senken gegenüber, das heisst die Faktoren, die das klimaschädigende CO2 binden. Dabei handelt es sich in Davos vor allem um Biomasse in Form von Wald und Sträuchern sowie Böden. Auch Holz, das als Baumaterial verwendet wird, trägt dazu bei, CO2 zu binden. Trotz ausgedehnter Waldflächen der flächenmässig zweitgrössten Gemeinde der Schweiz erreichen die Senkenleistungen durch den Naturraum und das verbaute Holz nur 12% der Emissionen.

Für die Verbesserung der CO2–Bilanz können folgende Ansätze verfolgt werden: Entweder man vermindert die CO2–Emissionen oder fördert die Senken. Die Studie zeigt, dass sich in Davos am meisten CO2 einsparen liesse, wenn der Energieverbrauch für die Wärmeerzeugung vermindert wird. Allein die Sanierung von Gebäudehüllen würde die Emissionen um bis zu 22% reduzieren. Die Forschenden haben 60 Massnahmen geprüft, und zwar bezüglich ihrer Auswirkungen auf die CO2 –Bilanz sowie ihres Umsetzungspotenzials für die Landschaft Davos. Es wurden Kosten-Nutzen-Abschätzungen vorgenommen, die beteiligten Akteure identifiziert und konkrete Vorgehensschritte für die Gemeinde vorgeschlagen. Die vollständige Studie finden sie als pdf-Datei unter der Rubrik Umwelt-Themen und Energie.



Energiestadt Schweiz




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Gemeinde DAVOS, Berglistutz 1, Postfach, CH-7270 Davos Platz
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